Über- und Unterpronation einfach erklärt
Warum dein Fuß beim Aufsetzen nach innen kippt, was daran völlig normal ist — und wann es dich bremst.
Kaum ein Wort fällt im Laufladen so oft wie „Pronation" — und kaum eins wird so oft missverstanden. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Hier die Kurzfassung, ohne Fachchinesisch.
Pronation ist normal
Wenn dein Fuß beim Laufen aufsetzt, rollt er leicht nach innen ab. Genau diese Einwärtsbewegung heißt Pronation. Und sie ist kein Fehler, sondern der natürliche Stoßdämpfer deines Körpers: Sie verteilt die Landekraft und federt jeden Schritt ab. Ganz ohne Pronation würde Laufen richtig weh tun.
Entscheidend ist nicht ob, sondern wie stark dein Fuß abrollt.
Die drei Typen
- Neutral — der Fuß rollt in einem gesunden Maß ab. Der häufigste Fall.
- Überpronation — der Fuß kippt beim Abrollen deutlich nach innen. Das Knie folgt oft nach innen. Sehr verbreitet und meist völlig unproblematisch — bei manchen kann es aber Knie oder Schienbein belasten.
- Unterpronation (Supination) — der Fuß rollt zu wenig ab und bleibt eher auf der Außenkante. Seltener, kann aber die Dämpfung erhöhen.
Warum das für deine Schuhwahl zählt
Laufschuhe sind für unterschiedliche Abrollmuster gebaut. Ein neutraler Schuh lässt den Fuß frei arbeiten; ein Stabilschuh stützt sanft gegen zu starkes Einwärtskippen. Der falsche Schuh macht selten sofort Probleme — aber über hunderte Kilometer summiert sich vieles. Deshalb schauen wir uns dein Abrollmuster in der Videoanalyse genau an, bevor wir dir einen Schuh empfehlen.
Der wichtigste Satz zum Schluss
Du musst deine Pronation nicht „korrigieren". Dein Körper weiß, was er tut. Es geht nur darum, ihm den Schuh zu geben, der zu seiner Bewegung passt — und dich nichts überzeugen zu lassen, das sich beim Laufen nicht gut anfühlt. Wenn du wissen willst, zu welchem Typ du gehörst: Komm vorbei, wir schauen gemeinsam drauf.
